Schwarzenbergstr. 17 • 83075 Bad Feilnbach • Tel.: 08066 88368–0 • Fax: 08066 88368–99

  • 2016-aussenAußenansicht
  • 2016-kaminKaminzimmer
  • 2016-zimmerZimmer
  • 2016-fitness-2Fitnessraum
  • 2016-aufnahme
  • 2016-fitnessFitnessraum
  • 2016-speisesaalSpeisesaal

Therapie


Die Fachklinik Alpenland integriert in ihrer psychotherapeutischen Arbeit Verfahren unterschiedlicher Therapieschulen ineinander (u.a. Verhaltenstherapie, kognitive Therapie, Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie, systemische Familientherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Psychoedukation u.a.m.). Dabei liegt der Fokus auf nachgewiesenen Wirkprinzipien, gepaart mit einer konsequent auf die Bedürfnisse des einzelnen Individuums gerichteten ressourcenorientierten Haltung der Therapeuten. Diese konzeptionelle Flexibilität ist angesichts der Individualität und unterschiedlichen Bedürftigkeit unserer Patienten notwendig und durch die Vielfalt der Therapieschulen unserer Therapeuten gewährleistet. Grundlagen der Therapie sind:

Diagnostik:
Zu Beginn der Therapie erfolgt bei allen Patienten eine individuelle und ganzheitliche Diagnostik in den Bereichen Medizin, Psychologie und Soziales - sowie der Leistungsfähigkeit in Arbeit und Sport. Darauf aufbauend erfolgt dann die individuelle Reha-Zielplanung.

Medizin:
Die medizinische Versorgung ist 24h im Hause sichergestellt. Begonnene Therapien können fortgesetzt werden. Bei Neuerkrankungen oder Reaktivierung bestehender Vorerkrankungen während der stationären Rehabilitation sind am Ort Fachärzte aller Disziplinen vorhanden.
Die Ärzte sind wie das Pflegeteam integraler Bestandteil des multiprofessionellen Teams und an der individuellen und sozialmedizinischen Rehabilitationsplanung maßgeblich beteiligt.

Verlauf
Ihre individuelle Therapeutische Behandlung erfolgt in 4 Phasen:

  • Aufnahmephase (ca. zwei Wochen):
    In der Anfangsphase sind Sie in der Aufnahmestation untergebracht. Hier können Sie medizinisch überwacht werden und wichtige Untersuchungen können sofort veranlasst werden. Es erfolgen die Erstkontakte zu den einzelnen Rehabilitationsbereichen (Arzt, Pflege, Sozial- und Bezugstherapeut, Ergo-, Arbeitstherapie und Sport) und die therapeutische Diagnostik. Nach schrittweisem Kennenlernen der Klinik, können Sie mit Ihrem Bezugstherapeuten Ihre individuelle Zielplanung starten und in ersten Kleingruppen ihre Motivation stärken und ihre Ambivalenz bearbeiten. In der Psychoedukation erfahren Sie Hintergrundwissen. Besuche und Einzelausgänge sind noch nicht möglich.
  • Therapiephase:
    Nach der interdisziplinären Fallbesprechung und Freigabe durch den Arzt verlassen Sie die Aufnahmestation. Sie sind in Ihren Kleingruppen stockwerksweise in Ein- bis Zweibettzimmern untergebracht und üben in den Einzelgesprächen und der Kleingruppe Ihre Erkrankung zu verstehen und lernen diese mit Ihrer individuellen Biographie zu verknüpfen. Erste Schritte sind z.B. die Selbstwahrnehmung von Gefühlen. Gleichzeitig laufen die sozialtherapeutischen Notfall-Hilfen (Wohnung, Schulden) begleitet von ausführlicher Psychoedukation. In der Gruppe, der Arbeitstherapie und in der Kreativtherapie können Sie sich vorsichtig erproben, in der medizinischen Behandlung und im Sport Ihre Gesundheit festigen. Besuche und Ausgänge in der Gruppe sind möglich.
  • Coachingphase:
    Nach dem ersten Zwischenbilanzgespräch (nach ca. einem Drittel der Therapiezeit) gleiten Sie zunehmend in die Coachingphase über. Hier liegt der Schwerpunkt auf dem funktionalen Aspekt des Einübens der Therapieerkenntnisse. In der Gruppentherapie schärfen Sie Ihre soziale Kompetenz. In der Arbeitstherapie und in der Organisations-Mitverwaltung können Sie Verantwortung übernehmen, Belastung erproben und wieder Bestätigung erfahren. Durch die Heimfahrten wird auch wieder die Orientierung nach außen gestärkt.
  • Ablösephase:
    Die Ablösephase beginnt ca. 4-10 Wochen vor Ende der Therapie. Jetzt sind Sie bereits Einzelausgänger und üben Ihre Abstinenz in therapeutisch begleiteten Expositionen. Im Regelfall wurde im zweiten Zwischenbilanzgespräch je nach Zielerreichung ein Praktikum vereinbart, eine Veränderung der Therapiezeit oder der Nachsorge (Adaptionsphase) besprochen. Sie planen spätestens vor der zweiten Heimfahrt Ihre konkrete Nachbehandlung, stellen sich in den geplanten Nachsorgeeinrichtungen vor und gehen die Wiederaufnahme der Arbeit durch unser Bewerbungstraining, Kontaktaufnahme zum alten Arbeitgeber oder der ARGE an.

Therapeutisches Angebot

Das Therapeutische Angebot ist sehr umfangreich und umfasst u.a.:

  • die medizinische Versorgung
  • Psychotherapeutische Einzel- und Gruppenangebote
  • Ergo- und Kreativtherapie (Kunst, Tanz- und Musik)
  • Die Arbeitstherapie (Hausversorgung, Küche, Metall- und Fahrradwerkstatt, Schreinerei, Gartengestaltung, Tierpflege, Lehrbüro-Empfang...)
  • Interne (IHK-Zertifikat) und externe Praktika, Bewerbungstraining und Computerschulungen
  • Kognitives Training
  • Sport- und Bewegungstherapie (Kraft- und Fitnesstraining, Mountainbiken, Nordic Walken, Ski- & Snowboardfahren, Basket- und Beachvolleyball, Fußball, Tischtennis....)
  • Entspannungstechniken (PMR, Autogenes Training, Akupunktur)
  • Freizeitangebote (Kino, Therme, TV, Ausstellungen, Theater, Bogenschießen, Bergtouren, Musik, Lesen uvm.)
  • Sozialdienst (Schuldnerberatung, Behörden, Gerichts-Begleitung)
  • Gesundheitsbildung / Gesundheitstraining und Ernährung
  • Angehörigengespräche
  • Spezielles Rückfallmanagement
  • Gesundheits- und Krankenpflege
  • Indikativgruppen (Frauenthemen, Selbstverwaltung, Doppeldiagnosen, Raucherentwöhnung, Genusstraining, Philosophie)