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  • Suchthilfeeinrichtung Fachklinik Alpenland in Rosenheim
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Rehabilitationsziele


Zentrale Behandlungsziele betreffen den Aufbau von Fähigkeiten zur Teilhabe am Arbeitsleben und an der Gemeinschaft und damit die Förderung der Funktionsfähigkeit (ICF). „Funktionsfähigkeit umfasst alle Aspekte der funktionalen Gesundheit“.

Eine Person ist vor dem Hintergrund ihrer Kontextfaktoren funktional gesund, wenn:

  • ihre körperlichen Funktionen (einschließlich des mentalen Bereichs) und Körperstrukturen denen eines gesunden Menschen entsprechen (Konzept der Körperfunktionen und Strukturen)
  • sie all das tut oder tun kann, was von einem Menschen ohne Gesundheitsproblem (ICD) erwartet wird (Konzept der Aktivität)
  • sie ihr Dasein in allen Lebensbereichen, die ihr wichtig sind, in der Weise und in dem Umfang entfalten kann, wie es von einem Menschen ohne gesundheitsbedingte Beeinträchtigung der Körperfunktionen oder –strukturen erwartet wird“ (Konzept der Partizipation [Teilhabe] an Lebensbereichen, ICF 2004, Seite 4)

Die hierfür relevanten Lernziele und Entwicklungsschritte sind u.a.:

  • der Erwerb lebenspraktischer und sozialer Kompetenzen
  • die Befähigung zur verbesserten Stressbewältigung
  • Steigerung von Selbstsicherheit und Selbstvertrauen

Kommunikations- und Konfliktfähigkeit (Bühringer 1999).

Primäre Rehabilitationsziele:
Förderung der funktionalen Gesundheit zur Befähigung der möglichst uneingeschränkten Teilhabe:

  • Teilhabe am Arbeitsleben (d.h. Wiedereingliederung in das Erwerbsleben und Erhalt der Erwerbsfähigkeit)
  • Teilhabe an der Gemeinschaft (soziale Wiedereingliederung)
  • Erlernen eines konstruktiven Umgangs mit Suchtmitteln, was im Regelfall die Notwendigkeit einer dauerhaft abstinenten Lebensweise bedeutet
  • Behebung oder Ausgleich körperlicher und psychischer Störungen

Die übergeordneten Ziele lassen sich in verschiedenen Bereichen weiter konkretisieren:
Abhängigkeit:

  • Entwicklung von Krankheitseinsicht
  • Entwicklung und Förderung von Eigenmotivation zum drogenfreien Leben
  • Kenntnis der Auslöser, Genese (z.B. Traumata, intrapsychische Konflikte) und Mechanismen der Abhängigkeitserkrankung und damit auch der Rückfallsituationen
  • Kenntnis der Funktionen des Drogen- und Alkoholkonsums und Aufbau alternativer Bewältigungsstrategien
  • Einsicht in und ggf. Lösen von anderen Abhängigkeitsstrukturen (z. B. in Beziehungen)
  • Aufbau einer rauschmittelfreien Genussfähigkeit
  • Motivation zur Teilnahme an Nachsorge- bzw. Selbsthilfegruppen

Psychosozialer Bereich:

  • Entwicklung einer realistischen Selbstwahrnehmung und Selbsteinschätzung
  • Erarbeitung von Copingstrategien zur Konflikt- und Krisenbewältigung
  • Aufbau und Stabilisierung von Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen durch Selbstwirksamkeitserfahrungen
  • Erkennen eigener Grenzen und Bedürfnisse
  • Aufbau eines suchtmittelfreien sozialen Umfeldes
  • Klärung und Weiterentwicklung der Beziehungen zu den wichtigen Angehörigen
  • Förderung von Selbstorganisation und Selbstversorgung (Selbstmanagement)
  • Entwicklung einer aktiven Freizeitgestaltung
  • Schuldenregulierung
  • Klärung von Sinnfragen

Arbeit:

  • Förderung vorhandener beruflicher Ressourcen und berufsbezogener Erfahrungen
  • Realistische Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit
  • Entwicklung oder Förderung von Grundfähigkeiten (Schlüsselqualifikationen) wie Ausdauer, Belastungsfähigkeit, Flexibilität, Konzentration, Antizipation, Lernfähigkeit, Problemlösefähigkeit, Konfliktfähigkeit und Zuverlässigkeit
  • Entwicklung sozialer Kompetenzen im Kontext Arbeit (Teamarbeit, Umgang mit Autoritäten, Frustration und Konflikten, Organisation von Unterstützung)
  • Selbstwirksamkeitserfahrung
  • Entwicklung einer realistischen Ausbildungs- bzw. Berufsperspektive

Gesundheit:

  • Wissen über alle begleitenden Erkrankungen, insbesondere Infektionskrankheiten
  • Wissen über die Folgen und Behandlungsmöglichkeiten des Nikotinkonsums
  • Erkennung von Zusammenhängen zwischen körperlich erlebten Symptomen und psychischen Konflikten
  • Verbesserung des Ernährungsverhaltens und Hinführung zu einer gesunden Lebensführung
  • Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • Steigerung von körperlicher Belastbarkeit und Ausdauer, sowie Stressbelastbarkeit
  • Körperliche Gesundung

Die Ziele werden gemeinsam zwischen den Rehabilitanden und dem Bezugstherapeuten in der Aufnahmephase entwickelt, schriftlich fixiert, priorisiert und im Verlauf regelmäßig reflektiert. Spätestens nach der Hälfte der Therapiezeit erfolgt eine gemeinsame Zielüberprüfung im Rahmen des ersten Zwischenbilanzierungsgesprächs zwischen dem Bezugstherapeuten und dem multiprofessionellen therapeutischen Team (Sozial- und Psychotherapie, Medizin, Ergo- und Kreativtherapie, Arbeitstherapie, Sport- und Bewegungstherapie, Pflege und Milieutherapie).